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Praxisfälle
 

1. Motive

 

Wie bei vielen kleineren Betrieben üblich, kümmert sich die Gattin des Handwerkers um die Kundenverwaltung – welche allerdings mehr und mehr zur Belastung wurde.

Trotz hochwertiger Arbeit und hochwertigen Materialien und Produkten mehrten sich ungerechtfertigte Abzüge, und Kunden ließen sich mehr & mehr mit der Bezahlung Zeit. Das Hinterhertelefonieren und Rechtfertigen wegen überfälliger Rechnungen geriet zum belastenden Streßfaktor. Das Handwerker-Ehepaar wollte diese Belastung loswerden, und das Geld nach getaner Arbeit schnell verbuchen können. Schließlich geht mit genügend Liquidität vieles leichter von der Hand.

2. Rückenprobleme & ein verhageltes Bilanzjahr

 

Viele Handwerker kennen das: Rückenschmerzen. In diesem Fall verlor der Handwerksbetrieb dadurch über 4 Monate Umsatz – was sich negativ auf das Bilanzjahr auswirkte.

Der Arbeitsausfall des Chefs war ausgerechnet in den Sommermonaten, also in der Hochsaison für den Bau von Balkonen und Terrassen. Entsprechend schlecht fiel das betroffene Bilanzjahr aus. Neben den verhagelten Bilanzzahlen kam erschwerend für ein Factoring hinzu, dass der Handwerksbetrieb einen großen Anteil privater Kunden im benachbarten Ausland hat. Für viele Factors kamen in diesem Beratungsfall schlichtweg zu viele KO-Kriterien zusammen. Letzten Endes hat es ein Jahr Beratung gedauert, bis der Handwerksbetrieb an den passenden Factor vermittelt werden konnte.

Der Factor, der sich für eine Zusammenarbeit bereit erklärt hat, bewertete folgende Punkte positiv:

  • Der Handwerksbetrieb verarbeitet qualitativ sehr hochwertige und hochpreisige Produkte.
  • Eine klare Positionierung und Abgrenzung zum Wettbewerb.
  • Eine hohe Gesamtkapital- und Umsatz-Rentabilität und eine – in den normalen Geschäftsjahren – beständige Erzielung ausreichend hoher Jahresüberschüsse.

Die Factoringlösung sieht wie folgt aus.

3. Factoringkonditionen

Die Factoringgebühr bemisst sich an einem fakturierbaren Umsatz von 460.000 € (brutto), und der Factoringzins an den vorgegebenen Zahlungszielen und der Bonität des Betriebes.

  • Die Factoringgebühr beträgt 2,6% zzgl. MwSt auf die angekauften Brutto-Forderungen.
  • Der Factoringzins beträgt 7,5%.
  • Limitprüfgebühren für gewerbliche Kunden fallen bis zu 1.000 € offene Forderungen pro Debitor nicht an, ansonsten 15 €. Limitprüfungen erfolgen regulär einmal pro Jahr und Kunde.
  • Eine Auskunftseinholung für private Kunden kostet 3,50 €. So kann der Handwerker im Vorherein einer Auftragsannahme beurteilen, ob ein Auftrag angenommen werden kann, oder besser abgelehnt werden sollte.
  • Die Bevorschussung beträgt zunächst 80% auf den angekauften Brutto-Forderungsbetrag, 20% sind Sicherheitseinbehalt. Die Bevorschussung kann später auf 90% angehoben werden.

Die Factoring-Gebühren und mögliche Kostenentlastungen (netto), unter Berücksichtigung von Anzahlungen und einer 95%igen Ankaufquote, sind wie folgt:

ERGEBNIS: Der Betrieb kann mit Factoring wieder Skonti & Rabatte im Einkauf nutzen, und auch Forderungsausfälle und ungerechtfertigte Abzüge reduzieren sich mit Factoring. Ein großes Potenzial liegt für Handwerksbetriebe auch in der Reduzierung der Skontoaufwendungen. Denn die Kunden genießen mit Factoring ein deutlich längeres Zahlungsziel. Nach Rücksprache mit dem Handwerksmeister gehen wir in den Berechnungen vorsichtig davon aus, dass lediglich 40% der Privatkunden den Wegfall des Skontos akzeptieren, und der verbleibende Teil weiterhin auf das Skonto besteht – das dann in Form eines Rabattes gewährt werden kann – aber nicht gewährt werden muss.

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4. Effektivkosten

 

Zieht man das Kosteneinsparungspotenzial von den Factoringgebühren ab, kostet den Handwerksbetrieb das Factoring in dieser Beispielrechnung unterm Strich 4.520 € (netto) pro Jahr, bzw. ca. 380 € pro Monat.

Für einen Betrag, der unter dem eines 400-Euro-Jobbers liegt, bekommt der Handwerksbetrieb ...

  1. ... 80% der Brutto-Forderungen innerhalb von 1 - 2 Werktagen aufs Konto überwiesen, und macht sich durch die bankenunabhängige umsatzkongruente Finanzierung unabhängiger von seiner Hausbank. Der 20%ige Sicherheitseinbehalt wird vom Factor überwiesen, sobald der Kunde bezahlt hat, oder bei Forderungsausfall (Delkrederefall).
  2. ... 100% Entlastung in der Kundenverwaltung.
  3. ... den Rücken frei: Kunden, die sich ungerechtfertigt über Mängel beschweren oder ungerechtfertigte Abzüge machen, können dies nun mit dem Factor ausmachen (die Erfahrung zeigt, dass Factoring eine "erzieherische Wirkung" auf Nörgler hat).
  4. ... 100% Forderungsausfallschutz im Fall der Insolvenz gewerblicher Kunden.
  5. ... mehr Sicherheit bei der Gewinnung von Neukunden. Denn Neukunden werden – wie Bestandskunden regelmäßig auch – auf Bonität und Forderungsausfallrisiko überprüft.

Die Effektiv-Kostenquote, bemessen am Brutto-Umsatz, beträgt ca. 1,2%. Aufgrund der Spezialisierung des Handwerksbetriebs sollte es möglich sein, einen Teil davon einzupreisen.

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5. Haben Sie Fragen?

 

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an

René Behringer, Diplom-Betriebswirt (BA)

 

 

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6. Hinweis

 

! Beispielrechnungen: Factoringkonditionen, Ersparnis- und Liquiditätspotentiale sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Lassen Sie sich ausführlich und neutral beraten.

René Behringer berät kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe, sowie Unternehmen des Baunebengewerbes und Bauhauptgewerbes, als neutraler Factoringberater und unabhängiger Factoringvermittler.

 

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