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Praxisfälle
 

1. Kleinteiliges Geschäft

 

Factoring für einen metallverarbeitenden Betrieb (leichter Stahlbau, Geländerbau, Halbzeuge aus Profilstahl & Aluminium)

Die Schwierigkeit bei diesem Beratungsfall, einen geeigneten Factor zu finden, lag in der hohen Anzahl der Rechnungen (ca. 1.000 p.a.), bei einem Brutto-Umsatz von knapp 400.000 €. Viele Factors hatten daher abgelehnt. Letztendlich kamen zwei Factors in die engere Wahl. Der erste Factor – zunächst der Favorit – bevorschusst angekaufte Forderungen generell zu 100%, und zählt viele kleine und mittlere Handwerksunternehmen zu seinen Factoringnehmern.

Dennoch fiel nach genauer Prüfung die Wahl auf eine Factoringgesellschaft, die nicht offen damit wirbt, Factoringlösungen für das Handwerk anzubieten.

2. Vorteil Kosten

 

Wie sich zeigt, lohnt es sich, Factoringangebote unterschiedlicher Anbieter einzuholen.

Ein Factor (im Schaubild unten "Factor 4"), der angekaufte Forderungen zu 100% bevorschusst und offen damit wirbt, Factoring für das Handwerk anzubieten, liegt bei der Betrachtung der Factoringkosten hinten.

Schaubild: Mögliche Zusammensetzung der jährlichen Factoringgebühren (netto), bei einer angenommenen 95%igen Ankaufquote

Die Factoringgebühr von "Factor 4" bei 100%iger Bevorschussung beträgt – wegen der hohen Anzahl der Rechnungen – 3,8% zzgl. MwSt. Hierbei handelt es sich um einen Pauschalabschlag (= Komplettgebühr), der halbjährlich vom Factor überprüft wird.

Mit dem zweiten Factor ("Factor 12"), der die angekauften Forderungen zu 90% bevorschusst, wurde eine faire Factoringgebühr von 2,7% zzgl. MwSt verhandelt. Zusätzlich ausgewiesen wird der Factoringzins zu einem Zinssatz von 7,75%, der auf die Dauer der bevorschussten Forderungen berechnet wird. Limitprüfgebühren sind vernachlässigbar, da bis 1.000 € Kreditlimit keine Prüfkosten entstehen.

So bietet "Factor 12" in diesem Praxisfall einen Kostenvorteil von ca. 1.700 € pro Jahr, was sich positiv auf die Höhe der Kostenquoten auswirkt.

3. Kostenquoten

 

Die niedrigere Gebührenbelastung bei "Factor 12" wirkt sich wie folgt auf die Kostenquoten aus.

Schaubild: Nominal-Kostenquoten bei einer angenommenen 95%igen Ankaufquote

Berücksichtigt man nun noch Kosteneinsparungspotenziale, wie beispielsweise ...

  • ... Abbau des Kontokorrentdarlehens und Einsparung von Kontokorrentzinsen
  • ... Nutzung von Skonti und Rabatten
  • ... Reduzierung der Skontoaufwendungen durch gezielte Gewährung längerer Zahlungsziele
  • ... Kosteneinsparungen in der Debitorenverwaltung
  • ... Schutz vor Forderungsausfall

... dann führt das zu folgenden Effektiv-Kostenquoten:

Schaubild: Effektiv-Kostenquoten bei einer angenommenen 95%igen Ankaufquote

ERGEBNIS: Gelingt es dem metallverarbeitenden Betrieb, knapp 2% einzupreisen (was aufgrund der Spezialisierung durchaus realistisch ist), wäre Factoring sogar kostenneutral.

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4. Einfache Abwicklung

 

Neben den "harten Fakten" (Höhe der Bevorschussung, Gebühren und Kostenquoten) waren für die Factorwahl folgende "weiche Faktoren" auch ausschlaggebend:

1. Die Einreichung der Forderungen erfolgt beim "100%-Bevorschusser" ("Factor 4") über dessen Online-Portal

Jede dem Factor angediente Forderung muss vom Handwerker manuell eingestellt werden. Der zweite Factor dagegen richtete eine individuelle Schnittstelle für das Handwerksunternehmen ein. Im Augenblick der Erstellung einer Rechnung mit der gewohnten Fakturierungssofttware erfolgt automatisch und zeitgleich eine Übertragung zum Factor, der die so angediente Forderung ohne Zeitverlust sofort bevorschussen kann – egal, ob nun 1.000 oder 2.000 Rechnungen, oder mehr, pro Jahr anfallen. Für den Handwerksbetrieb ist das wichtig, denn der Umsatz soll zukünftig wieder steigen – was mit mehr Rechnungen verbunden ist.

2. Der "100%-Bevorschusser" hat ein starres 8-Tage Mahnintervall

8 Tage nach Fälligkeit geht die erste Mahnung automatisch an den Kunden, weitere 8 Tage die zweite, und weitere 8 Tage die dritte und letzte Mahnung. Das Problem dabei: Die erste Mahnung kann zwar manuell ausgesetzt werden – aber der Factoringnehmer muss jeden Tag eigenverantwortlich in das Factoring-Online-System schauen, um zu sehen, welche seiner Kunden vom Factor zeitnah gemahnt werden. Im Alltagsgeschäft ist das für einen Handwerker zeitlich schwierig unterzubringen. Gehen dann unbeabsichtigt Mahnungen an Stammkunden, kann das zu verärgerten Reaktionen führen. "Factor 2", der den Zuschlag erhalten hat, mahnt dagegen erstmalig 30 Tage nach Fälligkeit – und der Handwerker bekommt ein paar Tage zuvor, ohne selbst aktiv werden zu müssen, eine Mahnliste zugemailt. So kann im Vorfeld vieles unkompliziert mit den Kunden geklärt werden.

3. Mit Hilfe der über die individuelle Schnittstelle erhaltenen Daten druckt der Factor die Rechnungen aus, und versendet diese an die Kunden.

So entlastet der Factor das Handwerksunternehmen auch bei dieser "Handarbeit".

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5. Weitere Motive

 

Die weiteren Motive des Handwerksunternehmens, Factoring zu nutzen, sind:

  • Planbarkeit der Liquidität

1 bis 2 Tage nach Rechnungstellung sind 90% der Rechnung (vom Bruttowert) auf dem Konto des Handwerksbetriebes gutgeschrieben. Der kundenfreundliche nur 10%ige Sicherheitseinbehalt wird vom Factor überwiesen, sobald der Kunde bezahlt hat, oder im Delkrederefall.

  • Entlastung im Debitorenmanagement

Die Gattin des Handwerksmeisters war bisher zuständig für die Verbuchung der Debitoren, die Nachverfolgung der Zahlungseingänge, das Mahnwesen, und die Einschaltung eines Rechtsanwaltes, sollten die Mahnungen erfolglos bleiben. Das kleine Handwerksunternehmen möchte hiervon komplett entlastet werden, der Factor kümmert sich nun zukünftig um diese zeitraubenden – und teilweise auch nervenaufreibenden – Aufgaben.

  • Schutz vor Forderungsausfall

Auch der Schutz vor Zahlungsausfall bei den überwiegend gewerblichen Kunden ist dem Handwerker wichtig.

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6. Ergebnis

 

Das Handwerksunternehmen profitiert mit der Wahl des passenden Factors von niedrigeren Gebühren (Ersparnis 1.700 € netto jährlich), und von einer unkomplizierteren und kundenfreundlicheren Factoring-Abwicklung.

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7. Ihr Ansprechpartner

 

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an

René Behringer, Diplom-Betriebswirt (BA)

 

 

 

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8. Hinweis

 

! Beispielrechnungen: Factoringkonditionen, Ersparnis- und Liquiditätspotentiale sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Lassen Sie sich ausführlich und neutral beraten.

René Behringer berät kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe, sowie Unternehmen des Baugewerbes als neutraler Factoringberater und unabhängiger Factoringvermittler.

 

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