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Praxisfälle
 

1. Factoring für ein Start-Up

 

Für junge Handwerksunternehmen ist es schwer, einen Factor zu finden.

In diesem Praxisfall mussten folgende Hürden genommen werden:

  • Das Gewerbe bestand zu Beginn der Factoringberatung erst seit ca. 1 ½ Jahren.
  • Im ersten halben Jahr musste sich der Jungunternehmer bekannt machen – von vollen Auftragsbüchern war keine Rede. Zusätzlich führten hohe Anschaffungskosten für betriebsnotwendige Gerätschaften zu einem dicken Minus im ersten Jahresabschluss. Positive betriebswirtschaftliche Kennzahlen waren also – wenn auch wichtig für einen Factor – noch nicht vorzeigbar.
  • Der Brutto-Umsatz lag zu Beginn des Factoring mit 80.000 € noch unter der wichtigen Schwelle von 100.000 € – viele Factors bieten erst darüber ein Full-Service-Factoring an.

2. Factoringkonditionen

 

Der passende Factor, der Vertrauen in die positive Entwicklung des jungen Gewerbes mitbringt, hat sich gefunden und bietet eine Zusammenarbeit zu folgenden Konditionen an:

  • Factoringgebühr: 3,3% auf die angekauften Brutto-Forderungen, zzgl. MwSt.
  • Factoringzins: 8,75% auf den bevorschussten Brutto-Forderungsbetrag.
  • Limitprüfgebühren: 15 € zzgl. MwSt (gewerbliche Kunden). Bis 1.000 € erfolgen keine Limitprüfungen.
  • Die Bevorschussung der angekauften Brutto-Forderungen erfolgt zu 80%.
  • Zahlungsziel derzeit: 10 Tage mit Skonto, mit Factoring 30 Tage ohne Abzüge.

Reicht der Factoringnehmer eine Rechnung am Vormittag beim Factor ein (das erfolgt per E-Mail), überweist dieser in der Regel am selben Tag. Der Jungunternehmer kann damit rechnen, den vereinbarten Kaufpreis schon 1 bis 2 Tage nach Rechnungstellung sicher auf seinem Konto zu verbuchen. Unter Berücksichtigung eines angenommenen Brutto-Umsatzes von 98.000 € (100.000 € ./. 2.000 € Barzahlung), dem durchschnittlichen Zahlungsziel, dem Liquiditätspotential, und einer angenommenen beispielhaften 95%igen Ankaufquote, ergeben sich folgende Werte (netto):

Schaubild: Zusammensetzung der anfänglichen Factoringgebühren

Den jährlichen Factoringkosten von (netto) 4.150 € stehen Kosteneinsparungen von kalkulierten 2.687 € gegenüber. Der Jungunternehmer kann die mit Factoring gewonnene Liquidität verwenden, um Skonti und Rabatte zu nutzen, und auch Kontokorrentzinsen lassen sich einsparen. Auch die Kosten für einen Rechtsanwalt, der säumige Schuldner anschreibt und weitergehende Maßnahmen einleitet, lassen sich einsparen. Denn der Factor kümmert sich um die Verbuchung der Debitoren und die Nachverfolgung offener Rechnungen und um das Inkasso. Einsparungspotential ergibt sich auch bei den Skontoaufwendungen: Durch die Verlängerung des Zahlungsziels von 10 auf 30 Tage verlieren Privatkunden die Möglichkeit, mit Skonto zu bezahlen. Das kann dem Fassadenreiniger pro Jahr knapp 2.100 € (netto) mehr in die Kasse spülen (die Zukunft wird zeigen, ob das auch bei einem Teil der gewerblichen Kunden funktioniert – diese wurden bei der Reduzierung der Skontoaufwendungen nicht mit berücksichtigt).

3. Effektivkosten

 

Rechnet man den Factoringgebühren das Einsparungspotenzial gegen, liegen die Effektivkosten für den Fassadenreiniger und Graffitientferner anfänglich bei 1.463 € (netto) pro Jahr, bzw. bei durchschnittlich knapp 120 € (netto) pro Monat. Die Effektivkostenquote beträgt ca. 1,7%.

Aufgrund seiner Spezialisierung sollte der Jungunternehmer die Kosten des Factoring einpreisen können.

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4. Motive

 

Das sind die Motive des Jungunternehmers, Factoring zu nutzen:

  • Planbare, zuverlässige Liquidität.
  • Eine bankenunabhängige Finanzierung.
  • Entlastung im Debitorenmanagement (die Verbuchung der Debitoren übernimmt nun der Factor).
  • Kein Nachverfolgen offener Rechnungen (macht auch der Factor).
  • Kein Hinterherrennen überfälliger Forderungen, und kein Einschalten eines Rechtsanwalts: Das Inkasso übernimmt ebenso der Factor.
  • Bei gewerblichen Kunden Schutz vor Forderungsausfall.
  • Für Privatkunden kann der Factor für einen überschaubaren Betrag von 3,50 € eine Auskunft einholen. Damit kann der Jungunternehmer abschätzen, ob er einen Auftrag annehmen kann, oder zur Sicherheit besser ablehnen sollte. Insbesondere bei der Neukundenakquirierung ist das ein großer Vorteil.

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5. Ergebnis

 

Trotz erschwerter Zugangsvoraussetzungen (Branche, junges Unternehmen und deswegen noch keine Erfolgsbilanz, niedriger anfänglicher Umsatz) profitiert der Fassadenreiniger und Graffitientferner von fairen Factoringkonditionen, und kann sicher seinen Umsatz steigern.

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6. Haben Sie Fragen?

 

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an

René Behringer, Diplom-Betriebswirt (BA)

 

 

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7. Hinweis

 

! Beispielrechnungen: Factoringkonditionen, Ersparnis- und Liquiditätspotentiale sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Lassen Sie sich ausführlich und neutral beraten.

René Behringer berät kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe, sowie Unternehmen des Baunebengewerbes und Bauhauptgewerbes, als neutraler Factoringberater und unabhängiger Factoringvermittler.

 

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